12 Berliner Restaurants, in denen Weihnachten zu einem rauschenden Fest wird

Karamellisierte Aubergine mit Schwarzwald Miso. Bildnachweis: The Cord

Jetzt kommt sie wieder, die festlichste Zeit des Jahres. Weihnachten ist etwas ganz Besonderes, ein Fest, das die Meisten am liebsten mit guten Freunden oder der Familie feiern, oder mit beidem. Der Festtagsschmaus gehört selbstverständlich genauso dazu wie eine festliche Garderobe und die richtige Umgebung. Berlin bietet eine Vielzahl an Restaurants, die nicht nur köstliches Essen servieren, sondern auch der perfekte Ort sind für ein rauschendes Fest. Manche tragen den Winter schon im Namen, wie das auf Alpenküche spezialisierte Schneeweiß, andere bringen italienische Lebensfreude in den Berliner Winter, wie das elegante Cumberland. Wer Lust auf Steak hat, ist im Ojo de Aqua gut aufgehoben, Vegetarier werden im Bonvivant glücklich. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

 

Fisherman’s – Das Fischrestaurant (Tegel)

Es muss nicht immer Gans sein – auch Fisch passt hervorragend zu Weihnachten. In Tegel befindet sich Fisherman’s – Das Fischrestaurant, in einem zurückhaltend-modernen Raum mit elegant beleuchteter Bar. Die Gäste sitzen an Tafeln oder Einzeltischen, im Sommer auch auf der Terrasse mit Sicht auf den Tegeler See. Passt gut zu dem, was auf den Teller kommt, nämlich Fisch aus nachhaltigem Fang. Die Kürbissuppe wird mit Black-Tiger-Garnelen veredelt, der Wolfsbarsch mit Wildblumenkohl und Trüffel serviert. Es geht aber auch bodenständig, mit Zander von der Müritz oder Matjes Filets mit Gewürzgurke. Und für alle, die an Weihnachten nicht auf Fleisch verzichten wollen, serviert das Restaurant Rinderfilet.

 

Brasserie Colette (Schöneberg)

Roastbeef Yves Sucksdorff. Brasserie Colette, Berlin

Roastbeef Yves Sucksdorff. Bildnachweis: Brasserie Colette

Tim Raue zählt zu Deutschlands bekanntesten Köchen. Neben seinem Hauptrestaurant steht er auch hinter der Brasserie Colette, direkt neben dem KaDeWe gelegen. Die Inneneinrichtung ist außergewöhnlich, mit Fliesen- und Parkettboden, Marmortischen und zierlichen Kaffeehausstühlen, eine Mischung aus Vintageobjekten und dem Charme einer Pariser Brasserie. Frankreich gibt auch den Ton in der Küche an, in Form von Bœuf Bourguignon, Steak Frites und Garnelen auf marokkanische Art. Jetzt im Winter gibt es spezielle Menüs, die Gänselebermousse und Entenschinken mit Kürbis, Salzmandarine und Lebkuchenbouillon beinhalten.

 

Schneeweiß (Friedrichshain)

Wenig passt so gut zu Weihnachten wie ein schneeweißes Restaurant. In dem wunderschönen Raum mit Dielenboden und silbernen Dekohirschen wird kreative Alpenküche serviert. Dazu gehört Deftiges wie Spanferkelhaxe mit Kümmelkraut, rosa Tafelspitz oder, für Veganer, Spitzkohl mit Pilzen, Erdnuss und Liebstöckel. Wer nicht auf Käse verzichten kann, sollte sich den Klassiker Käsespätzle nicht entgehen lassen. Als Aperitif bietet sich etwa der Sparkling Lavender an, mit Cointreau und Rieslingsekt. Die Weine kommen vorwiegend aus Deutschland und Österreich. Wer nach dem Essen noch in weihnachtlich-gemütlicher Stimmung genießen möchte, setzt sich ins Kaminzimmer.

 

Ojo de Aqua (Charlottenburg)

Wenn schon Fleisch, dann richtig gutes. Perfekt für ein Weihnachtsdinner ist jenes argentinische Premium Estancia Beef, das es bei Ojo de Aqua gibt. Betrieben wird das Restaurant von Dieter Meier, einem Schweizer mit Popbandvergangenheit als Mitglied der Band Yello, der außerdem biologische Weine macht. Die gibt es natürlich vor Ort zu trinken im schicken, ganz in rot gehaltenen Gastraum, der von unzähligen Fotos geschmückt ist. Am besten, man bestellt das Rinderfilet rare und nur leicht mit Salz gewürzt, um den natürlichen Geschmack zu betonen. Dazu passen Meiers opulente Rotweine – so lässt sich ideal Weihnachten feiern.

 

Cumberland (Charlottenburg)

Betrieben wird das edle Cumberland von Mika Rahimkhan und seiner sizilianischen Frau Rosanna. Ziel ist es, italienischen Genuss auf den Teller zu bringen. Der Raum, in dem das geschieht, ist beeindruckend, hallenartig hoch, mit Parkettboden und knallblauben Sitzgruppen. Auf einer Vitrine stehen kostbare Teller. Küchenchef Roberto Sannino legt sich nicht auf eine Region fest, sondern serviert, worauf er Lust hat, etwa Burrata mit Tomatenmarmelade oder Oktopus mit Kartoffeln als Vorspeise, anschließend hausgemachte Ravioli mit Provolone oder Garnelenrisotto. Als vegetarischen Hauptgang gibt es den Auberginenauflauf Parmigiana. Unbedingt die Desserts probieren, die es tagsüber auch im dem Restaurant angeschlossenen Café zu kaufen gibt. Torta Caprese etwa oder karamellisierte weiße Schokolade mit Pistazien und Zitronensorbet.

 

Osmans Töchter (Prenzlauer Berg)

Zwei Schwestern stecken hinter diesem 2012 eröffneten, sympathischen Restaurant. Gekocht werden Klassiker und moderne Interpretationen der Lieblingsgerichte der Besitzerinnen. „Wir laden Sie ein, ein türkisches Festmahl zu feiern“, heißt es auf der Speisekarte des mit bunten Stühlen und vielen Hängelampen dekorierten Restaurants. Vor allem in größerer Runde – perfekt also für die Weihnachtsfeier – machen die kalten und warmen Vorspeisen Spaß, die hier Meze genannt werden. Viele davon sind vegetarisch, Riesenbohnen in Tomatensauce ebenso wie Weizengrütze mit Mandeln. Unbedingt die Manti probieren, eine Art türkische Tortellini. Und zum Nachtisch gibt es Baklava Cheese Cake.

 

Lode & Stijn (Kreuzberg)

Lode van Zuylen und Stijn Remi kommen aus den Niederlanden, ihr Restaurant gibt es seit 2016. Es befindet sich in einem reduzierten, holzdominierten Raum mit skandinavischen Lampen und einem roten Halbkreis an der Wand. Wichtig ist den beiden Köchen die Zusammenarbeit mit ihren Produzenten, die sie alle namentlich auf der Website erwähnen. Auf den Tisch kommt ein Menü, das mit van Zuylens hausgebackenem Sauerteigbrot mit Schnittlauchbutter beginnt, mit Austernseitling mit Eiweißgarum und Polenta sowie einem Husumer Sattelschwein fortgesetzt wird und mit Amalfi-Zitronen-Sorbet endet. Die dazugehörige Weinbegleitung ist biologisch und spannend, es gibt aber auch eine Getränkebegleitung ohne Alkohol.

 

Wilhelm (Mitte)

Financier, Wilhelm, Berlin

Financier. Bildnachweis: Wilhelm

Sehr beeindruckend gelegen im Humboldt-Forum direkt Unter den Linden ist das Restaurant Wilhelm. Es ist in eleganten Erdfarben gehalten, mit weißen Säulen, Schachbrettfliesen und einer hübsch beleuchteten Decke. An den Wänden hängen historische Dokumente und Abbildungen des Namensgebers Wilhelm von Humboldt. Küchenchef Fabian Fiedler folgt dem Motto „vom Einfachen das Beste, aber gekonnt.“ Die deutsch-französische Küche umfasst Gerichte wie Coq au vin und gebeizten Brandenburger Stör, außerdem Schinken aus dem französischen Bayonne. Auch Austern- und Kaviarliebhaber kommen auf ihre Kosten. Zu Weihnachten gibt es ein Menü mit besonders erlesenen Zutaten, auch eines für Vegetarier, unter anderem mit getrüffelter Maronensuppe und Topinamburstampf mit Grünkohl und Rauchmandeln. 

 

Bonvivant (Schöneberg)

Ein Cocktailbistro nennt sich das Bonvivant. Es liegt direkt am hübschen Winterfeldtplatz in Schöneberg und überzeugt mit einer pastellfarbenen Einrichtung und einer zentral im Raum platzierten Bar. Getränke spielen hier eine zentrale Rolle. Man entscheidet sich etwa zwischen einem Drink mit Weißwein, Bergpfirsich und Chai oder einem alkoholfreien Hibiskus-Himbeer-Verjus. Die deutschen Weine sind biodynamisch. Das Essen muss sich dahinter nicht verstecken. Menüs mit vier bis sechs Gängen sind ebenso möglich wie à-la-Carte-Gerichte. Gekocht wird ausschließlich vegetarisch, Topinambur mit Trüffeln etwa oder Butternusskürbis mit Wacholder und Rauchmandeln. 

 

Nhat Long (Mitte)

Übersetzt aus dem Vietnamesischen bedeutet der Name des Restaurants „der zur Sonne aufsteigende Drache“. Ein stimmungsvoller, im Kolonialstil gehaltener Ort, mit Paravents und an Vogelkäfige erinnernde Lampen. Das Licht ist gedämpft und festlich. Hier wird nicht nur Vietnamesisch gekocht, von wo der Besitzer stammt, sondern es sind auch thailändische, indische und sogar französische Einflüsse spürbar. Es gibt Meeresfrüchte-Tempura ebenso wie die vietnamesische Nationalsuppe Pho. Ein besonderes Erlebnis sind der vietnamesische Hotpot und das Hummermenü, zu dem neben dem auf vietnamesische Art zubereiteten Krustentier auch zwei Gläser Champagner serviert werden. Perfekt, um Weihnachten zu feiern.

 

Mani (Mitte)

So geht israelische Lebensfreude: Bei der monatlich stattfindenden Isramani Party ist das Essen im Eintritt inbegriffen. Schon früh am Abend beginnen die ersten Gäste, auf den Tischen zu tanzen. Natürlich nur dann, wenn gerade kein Essen darauf steht, zum Beispiel Blumenkohl mit Knoblauchbutter, Hamachi-Tatar oder Pulpo-Taco. Ein DJ sorgt für Stimmung, es wird geflirtet und getanzt. Auch so kann man die festlichste Zeit des Jahres begehen! Wenn nicht gerade eine Isramani-Party stattfindet, ist das Mani ein israelisches Restaurant, das schon durch seine stilvolle Einrichtung – graue Wände, frische Blumen – überzeugt.

 

The Cord (Schöneberg)

The Cord restaurant Berlin

Bildnachweis: The Cord

Im The Cord dreht sich alles um Genuss – und um Autos. Und das in einem ungewöhnlichen, mit extravaganten Lampen geschmückten Gastraum, in dem ein Oldtimer steht, außerdem hängen Schwarz-weiß-Fotos von Automobilen zwischen den Tischen. Küchenchef Florian Peters setzt auf eine internationale Wohlfühlküche mit Weiderind-Tatar, Fish and Chips und, für Vegetarier, karamellisierte Misoaubergine. In der Vorweihnachtszeit gibt es sonntags ein spezielles Event, das Sunday Special Xmas Markt, bei dem in Form eines Flying Menu Ziegenkäse-Creme Brûlée, Arborio-Risotto mit schwarzem Trüffel, Barbarieentenbrust und Bratapfel serviert werden.